Marc Brandtstetter

Nun steht die Niederlage der NPD offenbar fest. Nach Medienberichten verzichtet die extrem rechte Partei auf die Berufung im Rechtsstreit mit dem Extremismusforscher Steffen Kailitz. Der Politikwissenschaftler darf damit behaupten, die NPD plane „rassistisch motivierte Staatsverbrechen“, das Urteil des Landgerichts Dresden sei rechtskräftig.
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El Arenal - Krawall statt Party-Laune: Gerade als das Konzert der ehemaligen Pornodarstellerin Mia Julia im Bierkönig in vollem Gange war, stürmten 15 Neonazis das Party-Lokal in der Schinkenstraße und rollten eine Reichskriegsflagge aus. Dabei skandierten sie rechte Parolen und riefen „Ausländer raus”.

Wegen des Tumults musste das Konzert für 20 Minuten unterbrochen werden. Die Zuschauer ließen sich von den Nazis jedoch nicht einschüchtern. Ganz im Gegenteil: Von der Sängerin angefeuert stimmten die Feierlustigen lauthals „Nazis raus”-Gesänge an.

Das Sicherheitspersonal konnte die Nazis schließlich aus der Kultkneipe werfen, die Gäste begleiteten den Rauswurf mit „Auf Wiedersehen” und der DJ spielte das Anti-Nazi-Lied der Ärzte „Schrei nach Liebe”.

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Im Streit um die Formulierung „Nazi-Schlampe“ in der NDR-Satiresendung „extra 3“ hat die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel ihre Beschwerde gegen eine Entscheidung des Hamburger Landgerichts zurückgenommen.

Eine entsprechende Mitteilung des NDR bestätigte am Donnerstag ein Gerichtssprecher. Die Medienkammer hatte am 17. Mai einen Unterlassungsantrag von Weidel gegen den Sender zurückgewiesen. „Die Entscheidung der Kammer im einstweiligen Verfügungverfahren ist damit rechtskräftig“, sagte der Sprecher.

Das Gericht hatte in seinem Beschluss erklärt, dass es bei der Äußerung in klar erkennbarer Weise um Satire gehe, die von der Meinungsfreiheit gedeckt sei. Weidel stehe als AfD-Spitzenkandidatin im Blickpunkt der Öffentlichkeit und müsse überspitzte Kritik hinnehmen.

Moderator Christian Ehring hatte in der Sendung am 27. April auf Weidels Rede beim AfD-Parteitag in Köln reagiert: „Jawohl. Schluss mit der politischen Korrektheit, lasst uns alle unkorrekt sein. Da hat die Nazi-Schlampe doch recht.“

Hamburg. Der Fußball rollt nicht mehr – vorerst. Mit dem Finale der Champions League zwischen Juventus Turin und Real Madrid am Sonnabend ist die letzte Entscheidung dieser Saison im milliardenschweren europäischen Ball-Business gefallen. Zeit auch für hanseatische Fußballfans, innezuhalten oder zurückzublicken – etwa auf ein hiesiges dunkles Kapitel und den Umgang damit. In der Zentralbibliothek ist das beim "Hamburger Fußball im Nationalsozialismus" (Untertitel: "Eine jahrzehntelang verklärte Geschichte") möglich.

In der gleichnamigen Ausstellung, die von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme erarbeitet wurde, zeigt sich auf anschauliche und umfangreiche Weise, welche Folgen die NSDAP-Sportpolitik auf den Fußball hatte. Mit Maßregelungen, Verboten, Verfolgungen.

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Christian Hanke
In keinem Stadtteil finden sich so viele Stolpersteine, die kleinen quadratischen Steine vor den Häusern, in denen Nazi-Opfer wohnten, wie in Rotherbaum. Fast 1.000 Stolpersteine hat Künstler Gunter Demnig hier schon verlegt, vor allem im Grindelviertel, in dem bis zum Beginn der Deportationen in die NS-Vernichtungslager die meisten Hamburgerinnen und Hamburger jüdischer Herkunft lebten. Daher ist es schon eine Herkulesaufgabe, die Biografien der Menschen zu recherchieren, für die am Grindel Stolpersteine verlegt wurden. Für nahezu alle anderen Hamburger Stadtteile liegen mittlerweile Bücher vor, in denen über die ermordeten Naziopfer, deren Namen und Lebensdaten auf den Stolpersteinen festgehalten sind, informiert wird. Im vergangenen Jahr erschien der fast 500 Seiten starke Band „Grindel I“, der aber nur über die Menschen hinter den Stolpersteinen aus zwei Straßen informierte: aus der Brahmsallee und der Hallerstraße.
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