taz-nord, Marco Carini
Die Polizei leugnet die geplante Vernichtung des Nazi-Nachlasses und verweigert im Interesse des Verstorbenen Auskünfte über dessen Verbindungen zur rechten Szene
Sie will es nicht gewesen sein. Anfang August soll die Polizei gegenüber einer Nachlassverwalterin fernmündlich verfügt haben, das gesamte Hab und Gut des verstorbenen Neonazis Lutz H. samt seiner persönlichen Korrespondenz zu vernichten. Die Korrespondenz aber hätte möglicherweise Aufschlüsse über seine Kontakte in die ultrarechte Szene und deren Strukturen geben können. Erst nach einem taz-Artikel stoppte die Polizei die Vernichtung im letzten Moment und sicherte das Material, an dessen Auswertung sich auch der Verfassungsschutz interessiert gezeigt hatte.
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