Hamburger Abendblatt

Delphine Thiermann hat ihren Austritt aus der AfD angekündigt

Vizechefin der Jugendorganisation "Junge Alternative" in Hamburg rechnet mit ihrer Partei ab. Scharfe Kritik an Gauland und Höcke.

Hamburg. Delphine Thiermann, Hamburger Vizechefin der AfD-Jugendorganisation "Junge Alternative" und bei den Bundestagswahlen im September AfD-Direktkandidatin für den Bezirk Hamburg-Nord, hat am Mittwoch in einem Schreiben an den Parteivorstand ihren Austritt aus der "Alternative für Deutschland" zum 26. November 2017 angekündigt.
In einem "bitteren Resümee" schreibt Thiermann unter anderem: "Anstatt alternativer Konzepte zu wichtigen bürgernahen Themen wie z.B. der Rente, sind wir unter anderem nur dafür bekannt, dass Alexander Gauland irgendwen entsorgen und Angela Merkel jagen will", schreibt Thiermann.
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Anmerkung: Vor geraumer Zeit posierte Thiermann noch stolz mit Björn Höcke auf einem Foto und geriet durch Nähe zu den Identitären in die Schlagzeilen. Sie scheint jetzt eher um Imagepflege bemüht.

Das "Zentrum für politische Schönheit" hat als Kunstaktion ein Mahnmal vor dem Haus des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke errichtet. Sie verlangen von dem Politiker, dass er sich auf Knien für Verbrechen im Zweiten Weltkrieg entschuldigen solle. Nach Angaben der Aktivisten haben sich größere Menschengruppen beim Haus versammelt.

Das Kollektiv "Zentrum für politische Schönheit" (ZPS) hat auf einem Nachbargrundstück des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke das Berliner Holocaust-Mahnmal nachempfunden.

Laut einem Facebook-Post der Aktivisten haben sich vor dem Haus inzwischen größere Menschengruppen - auf der einen Seite Unterstützer der Aktion, auf der anderen Unterstützer Höckes - angesammelt. Einsatzkräfte der Polizei seien ebenfalls anwesend.

Aus Protest gegen eine umstrittene Rede Höckes in Dresden über den Massenmord an den europäischen Juden stellten ZPS-Aktivisten am Mittwochmorgen nach eigenen Angaben 24 Stelen in Sichtweite von Höckes Haus im thüringischen Bornhagen (Eichsfeld) auf. Eine Polizeisprecherin bestätigte, dass es sich um Höckes Wohnhaus handelt.

Den ZPS-Angaben zufolge soll Höcke außerdem seit Januar von dem angemieteten Haus aus beobachtet worden sein. "Wir wollen und können die grotesken Forderungen zur Geschichtspolitik nicht auf sich beruhen lassen", erklärte der künstlerische Leiter Philipp Ruch laut Mitteilung.

Höcke soll auf Knien um Vergebung für Kriegsverbrechen bitten

Die provokative Künstlergruppe forderte Höcke dazu auf, vor dem Denkmal in Berlin oder dem Nachbau in Bornhagen auf die Knie zu fallen und um Vergebung für die deutschen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs zu bitten.

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https://www.politicalbeauty.de/

https://deine-stele.de/

Es brodelt in Hamburgs braunem Sumpf. Nachdem bekannt wurde, dass AfD-Fraktionschef Alexander Wolf (50) ein Liederbuch mit NS-Inhalten herausgegeben hat, fordert die Parteibasis jetzt Konsequenzen.
Vor allem im gemäßigten Flügel der Rechtspopulisten regt sich Widerstand. „Ich will diese rechten Tendenzen nicht in meiner Partei und verlange Wolfs Rücktritt von sämtlichen Ämtern“, sagt ein AfD-Mitglied, das nicht genannt werden möchte, zur MOPO.
Doch statt Ämter abzugeben, will Wolf mehr Macht – und sich auf dem Parteitag am kommenden Wochenende zum neuen Landeschef wählen lassen. Der Nazi-Skandal passt ihm da natürlich gar nicht. In einem internen Parteischreiben beschwert er sich darüber, dass sein Buch „interessengeleitet“ der Presse zugespielt wurde, um „Stimmung gegen mich zu machen, um andere Kandidaten zu unterstützen“.

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Ein Baggerfahrer hat bei Grabungsarbeiten auf dem Gelände des Hein-Klink-Stadions in Billstedt ein riesiges Hakenkreuz aus Beton freigelegt. Das Nazi-Symbol kam zur Vorschein, weil auf dem Platz Fundamente für neue Umkleidekabinen gelegt werden sollen. Darüber hatte zunächst die Bild berichtet.

Die Anlage wird von den Spielern der Sportvereinigung Billstedt Horn genutzt. Das vier mal vier Meter große und 40 Zentimeter in den Boden reichende Hakenkreuz habe als Fundament für ein großes Denkmal gedient, sagte der erste Vorsitzende des Vereins, Joachim Schirmer, am Dienstag. Irgendwann wurde das Nazi-Relikt offenbar mit Erde bedeckt – und vergessen. Bis jetzt.
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Lisa Pausch
Als Lisa Huesmann am 19. Juni 1943 ermordet wurde, war sie drei Jahre alt. Das Mädchen aus der Nähe von Itzehoe litt an Krampfanfällen, seine Mutter schickte es auf Anraten der Ärzte in das Kinderkrankenhaus Rothenburgsort. Dort wurde Lisa von einer Stationsärztin mit dem Schlafmittel Luminal getötet. Die tief getroffene Mutter des Mädchens ließ zu ihrem Gedenken eine Zeichnung anfertigen. Eine Reproduktion des Porträts ist Teil der neuen Dauerausstellung im Medizinhistorischen Museum des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE).
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