Demo am 16.09. Barmbek sagt nein: kein Naziladen in der Fuhle
16.09., 10.00 Uhr / Bert-Käempfert-Platz / Kommt zu den Mahnwachen, jeden Di.+Do. 17-19 Uhr, Sa. 11-13 Uhr, Fuhlsbüttler Str. 257
Aufruf +++ Zeit zu handeln: Keinen Raum der AfD +++ jetzt unterschreiben

Das Hamburger Bündnis gegen Rechts
wünscht Euch ein gutes Neues Jahr
und uns Allen ein
erfolgreiches antifaschistisches 2012!


Das Hamburger Bündnis gegen Rechts unterstützt
die Kundgebung:

Kein Schweigen ! Kein Vergessen!
Rassistische und faschistische Kontinuitäten benennen


aus dem Aufruf (vollständig unter Termine):

Vor 26 Jahren wurde am 21.12.1985 Ramazan Avci am Bahnhof Landwehr von Nazis angegriffen. Er rannte panisch auf die Fahrbahn, wurde von einem Auto erfasst und meterweit durch die Luft geschleudert. Anschließend wurde er auf dem Boden liegend mit Baseballschlägern, Axtknüppeln und Fußtritten brutal malträtiert und verstarb am 24.12.1985 an den Folgen dieser Schläge im Krankenhaus. Bereits am 24.07.1985 wurde zuvor in Hamburg Mehmet Kaymakci von Nazis angegriffen und ermordet. Sie zertrümmerten mit einer Betonplatte seinen Schädel...

Süleyman Tasköprü aus Hamburg ist einer der Ermordeten von zuletzt bekannt gewordenen rassistisch motivierten Mordopfern der sog. Zwickauer Zelle. Er arbeitete im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld vormittags im Gemüseladen seines Vaters, als er von den Faschisten am 27. Juni 2001 eiskalt hingerichtet wurde. Der Vater fand den blutüberströmten Sohn, der auf dem Weg ins Krankenhaus starb. Erst die Obduktion zeigt, dass Süleyman Tasköprü durch drei Schüsse aus nächster Nähe getötet wurde- so schwer entstellt war sein Kopf.
..

Wir wollen am 21.12.2011 Ramazan Avci gedenken und uns mit seiner Familie solidarisieren.
Wir wollen auch der anderen Opfer von Rassismus gedenken und die Erinnerung an sie wach halten.

Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist. Gedenken brauch t ein Ort.
Wir fordern die Umbenennung des S- Bahn Vorplatzes in Ramazan-Avci-Platz. Wir fordern das Anbringen einer Gedenktafel in Erinnerung an Mehmet Kaymakci, Ramazan Avci, Süleyman Tasköprü. Weitere Opfer verdienen den gleichen Respekt und die Erinnerung an sie.

Kundgebung Mittwoch, 21.12.2011, 18.00 Uhr,
S-Bahnhof Landwehr

 Initiative zum Gedenken an Ramazan Avci

 

Wer sich gegen Rechtsextremismus engagiert, macht sich verdächtig!
Aufruf gegen Generalverdacht und Bekenntniszwang


Das Hamburger Bündnis gegen Rechts zeigt sich mit der Entscheidung des AkuBiz e.V. Pirna, den Sächsischen Demokratiepreis abzulehen, solidarisch und unterstützt die Petition. Die Petition richtet sich gegen die "Antiextremismusklausel", die im Zusammenhang mit dem Sächsischen Förderpreis für Demokratie von den Nominierten abzugeben war und die ähnlichlautend auch bei Inanspruchnahme entsprechender Bundesprogramme abzugeben sein wird.

Weitere Infos hier

 19.11.2011
800 Menschen beim Schweigemarsch
angesichts der faschistischen Morde

Etwa 800 Menschen haben am Sonnabend in Hamburg an einem Schweigemarsch teilgenommen - in Gedenken an die Menschen, die von dem Neonazi-Trio aus Zwickau ermordet wurden. Die Demonstration begann am Bahnhof Altona und führte an dem Gebäude in Bahrenfeld vorbei, in dem 2001 ein Gemüsehändler von der Neonazi-Gruppe erschossen wurde. Auf Transparenten forderten die Demonstranten "Nazi-Morde aufklären!" und "Verfassungsschutz gehört aufgelöst, weil er Faschisten hilft". Des Weiteren zeigten sie Fotos der türkisch- und griechischstämmigen Opfer sowie von Menschen, die seit 1990 durch rechtsextremistische Gewalt getötet wurden. Zu dem Marsch aufgerufen hatten der Deutsche Gewerkschaftsbund Hamburg und zahlreiche andere Organisationen unter ihnen die Türkische Gemeinde in Hamburg sowie "Unternehmer ohne Grenzen".


Wir dokumentieren den Redebeitrag des HBgR:
Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Antifaschistinnen und Antifaschisten !

Ich komme vom Hamburger Bündnis gegen Rechts, einem Zusammenschluss, der seit Jahren dem Erstarken der braunen Pest in unserer Stadt entgegentritt.

Wir sind traurig und wütend, über das was in den letzten Tagen an die Öffentlichkeit drang. Unser Mitgefühl gilt den Opfern und Angehörigen der 10 rassistischen Morde und des Bombenanschlags in Köln. Wir sind wütend über das Versagen staatlicher Stellen, allen voran das Versagen der Geheimdienste, doch es erstaunt uns wenig, denn dieser Staat war schon immer auf dem rechten Auge blind.

Schon immer wurden Nazi-Parteien und Organisationen, entgegen dem Artikel 139 des Grundgesetzes, der jegliche faschistische Organisationen in der Nachfolge der NSDAP verbietet, nicht nur geduldet, sondern ihre Gefährlichkeit verharmlost. Dieser organisierte Neofaschismus nährt sich in Deutschland immer noch auf dem Boden weit verbreiteter fremdenfeindlicher Ressentiments. Erst im letzten Jahr ging eine Welle von Rassismus, der sich hauptsächlich gegen Muslime richtete durch Deutschland. Ausgelöst durch SPD-Mitglied Thilo Sarrazin und befeuert durch Spiegel, Bild und andere Medien. Wir erinnern uns auch noch an Angela Merkels Worte in dieser Stimmung, sie sagte „Die multikulturelle Gesellschaft ist gescheitert, absolut gescheitert.“ Das ist das ideologische Wasser auf die Mühlen der Rassisten und Neonazis!
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...und die Behörden schauen zu

Der Hamburger Verfassungsschutz (VS) lässt Neonazis ungehindert agieren. Ob Nazibands, ehemalige SS-Soldaten oder die NPD, alle finden problemlos die nötige Infrastruktur, weil die Behörden tatenlos bleiben.
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Bild auf dem Schweigemarsch in Altona
 

Fr., 11. November 2011
19 - 23 Uhr

3. Nacht der Jugend
im Hamburger Rathaus

Musik und Filma, Projekte & Aktionen, Theater und Tanz, Zeitzeugen und Diskussion


Das Hamburger Bündnis gegen Rechts beteiligt sich
mit einem Infotisch / Antifa-Memory und 2 Veranstaltungen

Außerdem spielen
Bejarano mit Microphone Mafia!!!!

Wir laden herzlich ein!
Kommt vorbei!

Programm der Nacht der Jugend hier
Weitere Infos: rathausnacht

 Zeitzeugengespräch
mit Steffi Wittenberg
Schülerinnen interviewen die Zeitzeugin Steffi Wittenberg zum Thema
„Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“ - Bedeutung des Antifaschismus heute
20.30 Uhr, Bürgersaal

Eine Kooperationsveranstaltung des Hamburger Bündnis gegen Rechts & des S3-Geschichtsprofils Hansa Gymnasium Bergedorf

Steffi Wittenberg ist als 13jähriges Mädchen aufgrund der Judenverfolgung in Deutschland mit ihrer Familie von Hamburg nach Montevideo, Uruguay, geflohen. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann Kurt Wittenberg kennen. Seine Familie zog 1947 nach Houston, Texas, wo sich seine Schwester infolge der Kindertransporte aus Ostpreußen befand. Steffi folgte ihm ein Jahr später und sie heirateten. Nach ihren Erfahrungen im nationalsozialistischen Deutschland war die dort herrschende Diskriminierung der dunkelhäutigen Bevölkerung für beide ein Schock. Sie traten einer Bürgerbewegung bei, um dagegen zu kämpfen. 1951 kehrten sie  im Zuge der antikommunistischen McCarthy-Kampagne nach Hamburg zurück und engagierten sich weiterhin in der antifaschistischen Bewegung. Steffi Wittenberg ist heutzutage immer noch aktiv, um dazu beizutragen, den Humanismus in unserer Gesellschaft zu schützen. Wir diskutieren mit ihr die Frage, warum dafür antifaschistische Arbeit unabdingbar ist - auch heute noch!

RechtsRock - Motor und Modernisierer des Neonazismus
21.20 Uhr, Raum 151

Musik stellt einen wichtigen Bestandteil des Lebens vieler Jugendlicher dar, auch von neonazistischen Jugendlichen. Das findet Ausdruck in rassistischen und antisemitischen Songtexten. Dabei hat der Sound längst die Skinheadszene verlassen, spielen Neonazis auch Hardcore oder Rappen oder covern bekannte Popsongs. Es hat sich um den RechtsRock eine eigene Jugendkultur mit eigenen Medien, Treffpunkten, Events und Symbolen herausgebildet. Längst hat die NPD erkannt, dass Jugendliche mittels Musik angesprochen werden können und verteilt kostenlose CDs und organisiert Konzerte. Der Referent Jan Raabe wird in dem Workshop mittels Sound und Filmbeispielen einen Einblick in die Musik, die Lebenswelt und die Symbolik der extrem rechten Jugendkulturen 2011 geben. Eine Veranstaltung des Hamburger Bündnis’ gegen Rechts.

Bejarano & Microphone Mafia

19.45 Uhr, Rathausdiele


Orient trifft Okzident, der Moslem trifft die Jüdin, der Christ die Atheistin, Süd trifft Nord, alt trifft jung, Frau trifft Mann, Tradition trifft Moderne, Folklore trifft Rap, Hamburg trifft Köln, ausdrucksstarke Stimmen treffen auf geniale Musiker, Microphone Mafia trifft Familie Bejarano – und alle arbeiten gleichberechtigt nebeneinander. In das Projekt „Per La Vida“ – Für das Leben – fließen sehr unterschiedliche Erfahrungen ein: Esther Bejarano ging durch die Hölle von Auschwitz und Ravensbrück, ihre Kinder Edna und Joram konnten und können den ungebrochenen Antisemitismus in der bundesdeutschen Mehrheitsgesellschaft am eigenen Leibe spüren. Rosario Panini und Kultu Yurtseven sind typische „Jugendliche mit Migrationshintergrund“: Aufgewachsen im Kölner Arbeiterviertel wurden und werden sie zeitlebens mit Rassismus konfrontiert. Ihre Erfahrungen verarbeiten sie in ihren Musikstücken. Gemeinsam ist allen Beteiligten, diese Erfahrungen mit anderen zu teilen. In der Gegenwart aus der Vergangenheit für eine bessere Zukunft lernen. „Per la Vida“ ist ein musikalisches Statement für eine Zukunft ohne Antisemitismus, Rassismus und Krieg. Für das Leben. Per la Vida.

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