Demo am 16.09. Barmbek sagt nein: kein Naziladen in der Fuhle
16.09., 10.00 Uhr / Bert-Käempfert-Platz / Kommt zu den Mahnwachen, jeden Di.+Do. 17-19 Uhr, Sa. 11-13 Uhr, Fuhlsbüttler Str. 257
Aufruf +++ Zeit zu handeln: Keinen Raum der AfD +++ jetzt unterschreiben

Antifaschistische Kundgebung gegen den "Reichsgründungskommers" 
der Hamburger Burschenschaft Germania war erfreulich

Trotz kurzfristiger Mobilisierung, ungemütlichem Wetter und der Tatsache, dass die Germanen einen Tag zuvor auf ihrer Homepage eine Terminsverlegung ankündigten, fanden sich 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein, die zum Teil lautstark ihren Unmut über die völkische Stundentenverbindung äußerten und Schluss mit den Nazi-Veranstaltungen im Germanenhaus forderten. Geschützt wurde das Burschenschaftshaus von einem unverhältnismäßig großen Polizeiaufgebot von beiden Seiten, auch wurde beobachtet, dass ein paar wenige Burschis (zwei im Wichs) das Studentenheim betraten. Solidarität aus dem Stadtteil gab es am Ende der Kundgebung in Form von Kaffee für uns. Ob die Veranstaltung stattgefunden hat, konnte bisher nicht geklärt werden.


 

Kommt zur Antifaschistischen Kundgebung
des Hamburger Bündnisses gegen Rechts

Sonnabend, d. 17. Januar 2009, 19 Uhr,
vor dem Haus der Burschenschaft Germania, Höhe Sierichstraße 23

"Kein Reichsgründungskommers in Hamburg!
NPD-Referent am Samstag, d. 18.01.09 bei Burschenschaft Germania
Kommt auch ein hoher Hamburger Beamter?"

Erst vor wenigen Wochen bekam die „Hamburger Burschenschaft Germania“ wegen ihrer rechten Gesinnung ein Hausverbot im Hamburger Logenhaus. Nun veranstaltet die völkische Studentenverbindung aus der Sierichstraße 23 am Samstagabend, wie jedes Jahr, einen „Reichsgründungskommers“. Festredner soll Dr. Björn Clemens sein, ein beliebter Redner bei NPD, DVU und auch dem großen Naziaufmarsch 2008 in Dresden. Erst vor wenigen Tagen war Clemens, zu Gast beim Neujahrsempfang der sächsischen NPD. Der ehemalige Bundesvize der Republikaner verließ die Partei, weil sie ihm zu liberal geworden war, bei den Germanen spricht er nun zu „Schicksalsfrage Geschichtsbewusstsein.“

In den letzten Jahren haben bei dieser Burschenschaft verschiedene Referenten gesprochen, welche auch bei der NPD referierten oder in der Parteizeitung „Deutsche Stimme“ veröffentlicht hatten. 2006 machte die Germania eine „Kleine deutsche Kunstausstellung“ mit Bildern von drei NS-Künstlern in ihrem Burschenschaftshaus – der Name geht zurück auf die „Große Deutsche Kunstausstellung“ der NSDAP in München. Zumindest im  Jahr 2007 gehörten mit André Kinnigkeit und Arne Riecken zwei Hamburger NPD-Funktionäre der Burschenschaft Germania an.

Der eigentliche Skandal ist jedoch, dass seit 2005 der Erste Vorsitzende der Alten Herren der Germanen ein hoher Hamburger Beamter ist. Götz Noack ist stellvertretender Vorsteher des Finanzamtes Hamburg-Nord. Die Alten Herren tragen nicht nur die politische Verantwortung für die Veranstaltungen im Germanenhaus mit, sondern finanzieren den Nazi-Treffpunkt in der Sierichstraße auch maßgeblich. Dieses erfolgt zum großen Teil über einen „gemeinnützigen“ Verein in Bonn.

Wir fordern:

  • Kein Reichsgründungskommers!
  • Schluss mit den Nazi-Veranstaltungen im Germanenhaus!
  • Vollständige Aufdeckung der Kooperation von Neonazis, Konservatismus und Hamburger Establishment!
  • Schluss mit der Finanzierung der Burschenschaft Germania durch Steuergelder!

    Kommt zur Kundgebung des „Hamburger Bündnis gegen Rechts“ am Samstag dem 17.01.2008 um 19.00 Uhr Höhe Sierichstr. 23

Für mehr Informationen über die Hamburger Burschenschaften,
empfehlen wir die Broschüre:  "Falsch verbunden ....
Reader zum Verbindungs(un)Wesen in Hamburg", hier


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