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Der Eimsbüttler Björn J. Neumann bewarb sich am vergangenen Wochenende für den Bundesvorstand der AfD. Dabei hat er eine eindeutig braune Vergangenheit, wie auch der NDR gestern berichtete. 2011 kandidierte er für die neonazistische NPD in Hamburg zur Bürgerschaftswahl, zuvor war er kurzzeitig Mitglied der rechtsextremistischen DVU und schon 2013 gehörte er dann zu den Gründungsmitgliedern der Hamburger AfD. Am letzten Wochenende kandidierte er gar beim Bundesparteitag für den Vorstand der rechtspopulistischen Partei, wurde allerdings nicht gewählt. Es bleibt die Frage, ob die AfD, trotz Unvereinbarkeitsbeschluss bezüglich früherer NPD- und DVU-Aktiven, eigentlich Neumann nicht ausschließen kann oder gar nicht will?

Mehrmals wurde vor Neumann gewarnt
Schließlich waren alle Vorgänge die braune Personalie betreffend immer öffentlich einsehbar. Im Februar 2011 berichtete der Hamburger Verfassungsschutz (VS) über Neumanns Kandidatur auf Platz zwei der NPD-Liste zu Bürgerschaftswahl.
Ein weiterer Bericht findet sich auch im VS-Bericht des Jahres 2012. Trotzdem wurde Neumann 2013 problemlos in die AfD aufgenommen. Mitte 2014 berichtete dann das „Hamburger Bündnis gegen Rechts“ erstmals über den Nazi in der AfD.

Als dann das Hamburger Abendblatt diese Information aufgriff, behauptete Prof. Jörn Kruse, dass ein Ausschlussverfahren schon laufe. 2016 tauchte Neumann dann wieder bei der AfD auf, diesmal sogar auf einem internen Treffen und als direkter Nachbar von Bundesvize Alexander Gauland. Wiederum machte das HBgR eine Pressemitteilung – diesmal griff die Mopo die Causa auf. Anscheinend reichte dies immer noch nicht aus, um Neumann endgültig aus der AfD zu feuern. Nun bewarb er sich für den Bundesvorstand der AfD beim Parteitag am vergangenen Wochenende öffentlich auf der AfD-Seite für die BewerberInnen und pries sich dort als „innerparteilichen Diplomaten“ mit „über 25 Jahren politischer Erfahrung.“
Weder sein Bezirksverband Eimsbüttel, noch der Landesverband Hamburg oder die Wahlkommission der AfD verhinderten die Kandidatur der ehemaligen NPD-Spitzenkraft  – oder will man gar nicht so genau hingucken, wer da alles in Spitzenpositionen der Partei drängt?

AfD-Mitglied feierte noch 2015 mit NPD
Neumann fand neben seinen Tätigkeiten für die AfD jedenfalls trotzdem noch Zeit mit alten Kameraden aus der NPD kräftig zu feiern. „PZ Sommerfest. Geht ab!“ schrieb Neumann über die Feier in der Parteizentrale der NPD im Juli 2015 und empfahl den berüchtigten Nazi-Barden Frank Rennicke als Liedermacher und Witzeerzähler.
Felix Krebs vom Hamburger Bündnis gegen Rechts: “Hätten wir nicht schon 2014 öffentlich auf Neumann aufmerksam gemacht, er wäre wahrscheinlich bis heute problemlos in der AfD tätig. Die Unvereinbarkeitsbeschlüsse der AfD sind ein schlechter Witz, werden anscheinend nicht mal bei ehemaligem Spitzenpersonal der NPD umgesetzt und dienen vor allem der Imagepflege.“ Wir werden die Aktivitäten von Nazi-U-Booten in der AfD weiterhin beobachten und öffentlich machen, Björn J. Neumann ist nicht der einzige Fall in Hamburg.

Hamburger Bündnis gegen Rechts, 5. 12. 2017

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