Bundestag Nazifrei - Keine AfD in den Bundestag!
Demo am 16.09. Barmbek sagt nein: kein Naziladen in der Fuhle
16.09., 10.00 Uhr / Bert-Käempfert-Platz / Kommt zu den Mahnwachen, jeden Di.+Do. 17-19 Uhr, Sa. 11-13 Uhr, Fuhlsbüttler Str. 257
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Pressemitteilung des Hamburger Bündnis gegen Rechts vom 13.03.2017.

Messerangriff durch Rechte in Barmbek-Nord.

Am 03.03.2017 eröffnete in der Fuhlsbüttler Straße 257 in Barmbek-Nord ein Laden mit dem Namen „Tønsberg Hamburg“, welcher Mode der Kleidungsmarke „Thor Steinar“ verkauft. Aufgrund ihrer mehrdeutigen Symbolik, dem positiven Bezug auf den Nationalsozialismus und auf die deutsche Kolonialzeit, ist "Thor Steinar“ besonders bei Neonazis beliebt und dient als Erkennungszeichen in der rechten Szene.

Viele Bewohner_innen von Barmbek-Nord nehmen den im Herzen des Stadtteils und gegenüber einer Moschee gelegenen Thor Steinar-Laden als eine Bedrohung und als einen Angriff auf das Zusammenleben im Stadtteil wahr. Hannah Z., Anwohnerin aus Barmbek-Nord: „Dieser Naziladen ist ein Angriff auf das Zusammenleben in unserem Stadtteil. Der Laden muss sofort schließen!“

Die Gefahr die durch den neuen Laden in Barmbek-Nord ausgeht zeigte sich bereits am 04.03.2017. Zwei Mitarbeiterinnen des Thor Steinar-Ladens sowie eine begleitende männliche Person zwischen 25-30 Jahren bedrohten eine Person am S-Bahnhof Alte Wöhr mit einem Messer, da sie diese von Protesten gegen die Eröffnung des Ladens am Vortag wiedererkannten.

Während die drei Rechten den Bahnhof Alte Wöhr gegen 10 Uhr über die provisorische Holztreppe verließen, zeigte eine der beiden Mitarbeiterinnen auf die betroffene Person. Daraufhin begann der begleitende Mann die betroffene Person zu beleidigen und zog in direkter Nähe dieser, mit den Worten „Antifafotze, dich stech ich ab!“, ein Messer mit einer ca. 10 Zentimeter langen Klinge und drängte die betroffene Person in eine Ecke.
Nur durch das ruhige Auftreten der betroffenen Person konnte schlimmeres verhindert werden. Nach der Drohung mit dem Messer verließen die drei Rechten lachend und weiterhin beleidigend den Bahnhofsvorplatz und bewegten sich in Richtung des Thor Steinar-Ladens in der Fuhlsbüttler Straße 257, um diesen an dem Tag zu öffnen. Es wurde Kontakt zur offiziellen Hamburger Beratungsstelle „empower“ für Betroffene rechter, rassistischer und
antisemitischer Gewalt aufgenommen.

Michael Stein vom Hamburger Bündnis gegen Rechts: „Der Messerangriff in Barmbek-Nord zeigt eindeutig welche Gefahr von dem Thor Steinar-Laden und seiner Kundschaft ausgeht! Schon jetzt planen Anwohner_innen weitere Aktionen gegen den Laden. So hängen in vielen Barmbeker Läden Plakate mit der Aufschrift „Barmbek sagt Nein zu Thor Steinar!“.

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