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Der jetzt in der Print-Ausgabe des Hamburger Abendblatt bekannt gewordene Anmelder des Nazi-Hooligan-Aufmarsches „Tag der deutschen Patrioten“ am 12. September, Herr Bernhard Wessling ist Sympathisant von neofaschistischen rechten Vereinigungen, darunter zig Gliederungen der NPD und Liebhaber brutaler Hooligan-Videos. Wie der Hamburger Verfassungsschutz in einem Artikel vom 19. August behauptet, sei „der in extremistischen Gruppierungen bisher nicht aktive Anmelder der Versammlung lediglich ein Strohmann für bestimmte Protagonisten der rechtsextremistischen Szene.“ Diese Formulierung legt nahe, dass Wessling ursprünglich nichts mit Neonazis und deren Weltanschauung zu tun habe. Wesslings inzwischen geänderte Facebookseite gab vor mehreren Wochen jedoch eindeutige Auskunft darüber, wer zu seinen Favoriten gehörte. Hier fanden sich u.a. mehrere Landesverbände der NPD, darunter auch der Hamburger, der ehemalige Bundesvorsitzende der Nazipartei Udo Voigt, die Harburger NPD, die Jungen Nationaldemokraten, die Seite „Nationalpolitische Erziehungsanstalt“ (die Napola waren Elite-Schulen der NSDAP), diverse Pegida-Seiten,  der Landesverband Sachsen von „Die Rechte“, die Seite der militanten Nazi-Partei „Der Dritte Weg“und mehrere rassistische und antimuslimische Portale und Seiten. Außerdem zählte „Hooligans-Fighting“ zu den Lieblingen von Wessling, auf der extrem gewaltverherrlichende Videos veröffentlicht werden: https://www.facebook.com/Fighting.Hooligans Wessling erstellte auch mehrere Mobilisierungsseiten für den Aufmarsch, ursprünglich auch eine bei Facebook. wo er u.a. auch den Landesgeschäftsführer der Hamburger NPD, Jan-Steffen Holthusen, zu dem Nazi-Event einlud.
 
Wie ein online-Blog der ZEIT schrieb, wollten die Hamburger Behörden bei bekannt werden des Aufmarsches nicht selbst die Hamburger Zivilgesellschaft mobilisieren, um den Hooligans vermeintlich keine unnötige Publizität und damit Zulauf zu verschaffen. Nun scheint es so, dass der Verfassungsschutz Herrn Wessling von rechter Gesinnung frei spricht und die Versammlungsbehörde einen Anmelder akzeptiert, der sich zum Zeitpunkt der Anmeldung als Liebhaber von Gewalt und Neonazis darstellte. Das Hamburger Bündnis gegen Rechts fordert weiterhin ein grundsätzliches Verbot des Nazi-Hooligan-Aufmarsches, egal an welchem Ort und mit welchem Anmelder und Strippenzieher im Hintergrund.
 
Hamburger Bündnis gegen Rechts

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