Am Dienstag, den 27.11.2007 fand die Pressekonferenz des „Hamburger Bündnis gegen Rechts" (HBgR) zur Vorstellung der Kampagne „Keine Stimme den Nazis" statt.

Unter dem Motto der Kampagne soll in Hamburg ein Klima geschaffen werden, in dem die Wahl von DVU und rechtspopulistischen Parteien erschwert wird. Der Sprecher des HBgR Olaf Harms erklärte:" Es scheint schon zur Normalität zu gehören, dass Nazis öffentlich agieren. Vor dem Hintergrund unserer Geschichte darf dieses aber nicht sein. Nazis im Parlament bedeutet, dass sie finanziell mehr Möglichkeiten haben, ihre menschenfeindliche Politik zu propagieren. Das gilt es zu verhindern. Deshalb der Hamburger Aufruf ‚Keine Stimme den Nazis'."

Als Unterstützer haben wir Menschen aus den Bereichen Wissenschaft, Kultur, Gewerkschaft, Kirche und Sport gewonnen. Stellvertretend für die Unterzeichner erläuterten Sieglinde Friess (Fachbereichsleiterin Gewerkschaft ver.di) und Marcel Eger (Spieler des FC St. Pauli), weshalb sie die Kampagne unterstützen.

"Aufgewachsen in Günzburg - der Stadt der Mengeles - ist es mir besonders wichtig, nicht abzutauchen", sagte Siglinde Friess, „sondern sich der Auseinandersetzung mit den Neonazis zu stellen. Wir müssen uns offensiv gegen dieses faschistische Gedankengut zur Wehr setzen und alles dafür tun, dass Rechtsradikalismus keinen weiteren Nährboden - auch nicht bei den Gewerkschaftsmitgliedern - findet."

Auch Marcel Eger erklärte warum es ihm ein persönliches Anliegen ist, gegen rechte Kandidaturen zur Bürgerschaftswahl aktiv zu werden: „Immer wieder werde ich bei Auswärtsspielen mit Nazis unangenehm konfrontiert. Aus der Geschichte weiß ich, wohin es führt, wenn diese Leute erst mal an der Macht sind. Deshalb begrüße ich die Kampagne."

Bisher haben schon mehrere Hundert Hamburger und Hamburgerinnen die Kampagne unterstützt. Jeder und Jede kann ab jetzt unter www.keine-stimme-den-nazis.org den Aufruf unterzeichnen und sich über Aktivitäten gegen Rechts informieren.