Am Sonntag trafen sich in Köln mehrere Tausend Hooligans, darunter viele Neonazis und NPD-Anhänger um unter dem Label "Hooligans gegen Salafisten" (HogeSA)  vorgeblich gegen den erstarkenden Dschihadismus zu demonstrieren. Dort gerufene Parolen wie "Ausländer raus", Hitlergüße sowie massive Angriffe auf die Polizei und AntifaschistInnen, machten jedoch relativ schnell klar, worum es wirklich ging: Neonazistische Gewalt getarnt als Kritik am Salafismus
Einschlägige Kreise aus Hooligans, rechten Rockern und Neofaschisten hatten zuvor massiv auf Facebook für diesen Aufmarsch geworben. Zu den Propagandisten der Islam-Hassern gehört auch Frau Tatjana Festerling, die in Hamburg 2013 als stellvertretende Marketing-Verantwortliche der "Alternative für Deutschland" angegeben wurde, im Mai in Eimsbüttel zu den Bezirkswahlen kandidierte und sich noch im letzten Monat an einer AfD-internen Urabstimmung gegen den Euro beteiligte.
http://urabstimmung.wordpress.com/antragsteller/

Auf ihrer Facebookseite schrieb Frau Festerling: "Auf nach Köln",  alle "die die Schauze von links-grüner Moral und Bevormundung voll haben" sollten an dem Hooligan-Aufmarsch teilnehmen. Und weiter, man solle das "Nazi-Nazi-Gehetze im Vorwege" nicht beachten. Sie war also nicht nur gewarnt vor dem Aufmarsch der braunen Horden, sondern ermunterte noch dazu trotzdem daran teil zu nehmen. Die Unternehmensberaterin nahm nach eigenen Aussagen an dem Aufmarsch teil und schrieb als Resümee nach den Ausschreitungen: "Doch heute Abend ziehe ich meinen Hut vor den Hools, vor Euch … HoGeSa – bitte weitermachen!" Sieht so die Marketing-Strategie der Hamburger AfD aus?

Festerling war Gründungsmitglied der Hamburger AfD und politisierte immer am braunen Rand des Landesverbandes. Besonders verbunden ist sie den rassistischen und menschenverachtenden Thesen des Islam-Hassers Akif Pirincci, welcher vor einer Woche eine Lesung bei der "Hamburger Burschenschaft Germania" hielt.
http://www.publikative.org/2014/10/22/hamburgs-akademischer-poebel/

Dass diese völkische Burschenschaft seit dem Sommer unter geheimdienstlicher Beobachtung steht, hielt Festerling nicht davon ab, sich mit Ihrem Idol Pirincci vor einer Germanen-Fahne im Haus fotografieren zu lassen.
Vor diesem Hintergrund sind die mantrahaft vorgetragenen Behauptungen von AfD-Chef Bernd Lucke und dem Hamburger Spitzenkandidaten Jörn Kruse, es handele sich bei Rechten in der AfD immer nur um bedauerliche Ausnahmen, längst nicht mehr glaubhaft. Dirk Nockemann der Pro-Deutschland besuchte, Björn Neumann, der für die NPD kandidierte, Torsten Uhrhammer, früheres DVU-Mitglied und all die ehemaligen Mitglieder der rechtspopulistischen Parteien "Die Freiheit" und der SCHILL-Partei, sind alle Beispiele nur aus dem Hamburger Landesverband. (siehe unsere letzte PM). Wie viele Einzelfälle kommen noch?