Die PM erging auch an die Bezirksfraktionen im Bezirk Mitte der Linken, GAL, SPD und CDU, an die Mitglieder der FDP und an den Bezirksamtsleiter Herrn Markus Schreiber

Wir, das "Hamburger Bündnis gegen Rechts" sind besorgt über die Entscheidung, dass der Antrag in der Bezirksfraktion Hamburg Mitte, ab 2010 eine „Woche des Gedenkens“ einzurichten, von den Mitgliedern der SPD, CDU FDP und GAL abgelehnt wurde. Gerade die Einrichtung einer jährlichen Gedenkwoche für die Opfer des Faschismus, würde die Möglichkeit im Bezirk Mitte schaffen, durch gemeinsames Begegnen, Gedenken und Diskutieren eine Stimmung zu erzeugen, die es Neofaschisten und Rechtspopulisten schwer macht, in den Stadtteilen Fuß zu fassen.

Die Erfahrungen zur „Woche des Gedenkens“ im Bezirk Hamburg Nord – welche mittlerweile fast ein „Monat des Gedenkens“ geworden ist, zeigen, wie gut es funktionieren kann: Initiativen, Schulen, Zeitzeugen/Innen, Gedenkstätten setzen in über 30 Veranstaltungen gemeinsam ein Zeichen gegen Faschismus. Ausstellungen im Bezirksamt und in Schulen begleiten das Programm.

Ein „Ja“ der Bezirksversammlung Mitte zu einer antifaschistischen Gedenkwoche wäre darüber hinaus als Zeichen zu sehen, gemeinsam, trotz unterschiedlicher Auffassungen, Antworten zu Fragen der echtsentwicklung

in unserer Gesellschaft, wie dem Erstarken neofaschistischer Parteien, dem Nationalismus und Rassismus entwickeln zu wollen.

Auschwitz darf niemals in Vergessenheit geraten!

In diesem Sinne wünschen wir uns, dass es in baldiger Zukunft auch in Hamburg Mitte eine „Woche des Gedenkens“ geben wird.

Hamburger Bündnis gegen Rechts