Sa. 17.04.2010

nicht genehmigte NPD-Infostände in Rissen und Blankenese


Schon wieder Provokation
der NPD!

Am Sa., 17. April 2010 wurden der NPD im Bezirk Altona ebenfalls Infostände nicht genehmigt. Stattdessen haben alle Parteien der Bezirksversammlung gemeinsam Infostände gegen Rechts durchgeführt. Ab 9.00 Uhr in Rissen, in der Wedeler Landstraße und ab 11 Uhr in Blankenese in der Blankeneser Bahnhofstraße.
 
Die NPD hatte keine Protestkundgebung angemeldet, ein Ausdruck ihrer Schwäche. Stattdessen tauchte sie mit sieben Kameraden in Rissen auf. Sie stellten sich um die Stände herum sowie auf die andere Straßenseite und verteilten antimuslimische Flugblätter. Diese Provokation wurde erst einmal hingenommen. Später wurde der NPD-Kader Raphael N. von einer Antifaschistin aufgefordert, den Platz zu verlassen. Anstatt wegzugehen fasste Raphael N. die Antifaschistin an und schubste sie weg. Dies passierte ein weiteres Mal. Wenig später wurden ihr die Flugblätter aus der Hand gerissen und lagen überall auf dem Boden. Die Polizei wurde alarmiert und die Nazis mussten den Platz verlassen. Die Krönung war, dass Ralphael N. sich wieder einmal zum Opfer machte und Anzeige gegen die Antifaschistin stellte wegen Flugblattdiebstahls.


vorne Raphael N. (li.) und ein Kamerad. Mitglieder der Bezirksversammlung sammeln die entwendeten Flugblätter auf.


Raphael N. ist polizeibekannt. 2007 wurde er erwischt, als er mit einem Kameraden Scheiben bei ausländischen Restaurants einwarf. Bei einem NPD-Infostand im März 2009 in Billstedt, wurden Antifaschisten, die sich dem Stand näherten, wurden ohne Vorwarnung von den Nazis angegriffen. Raphael N. trug bei dem Übergriff quarzgefüllte Handschuhe, welche die Polizei sicherstellte und die als passive Bewaffung gelten. Ein Antifaschist erlitt bei dem Übergriff eine leichte Gehirnerschütterung. Im August 2009 sind bei einem NPD-Stand in Barmbek erneut zwei Passantinnen angegriffen und verletzt worden. Auch hier war Raphael N. beteiligt. Bei diesem Übergriff wurde auch der Nazi Detlev B. in Gewahrsam genommen, der wegen Mordversuch mehrere Jahre im Gefängnis saß.

In Blankenese sind die Nazis dann erneut aufgetaucht, diesmal auch mit Detlev B. und verteilten ihre Nazipropaganda dicht neben den Ständen der anderen Parteien oder rundherum. Die Parteien haben sich nicht weiter provozieren lassen, zwei braune Säcke wurden rausgeholt und ein Teil der Naziflyer landete wieder im Braunen Sack.



Provokation in Blankenese. NPD-Mitglied Raphael N. (li.) stellt sich direkt neben die Stände der anderen Partein und verteilt NPD-Propaganda

Es ist als Erfolg zu bewerten, dass alle Parteien im Altonaer Bezirksparlament Flagge gegen Rechts zeigen. Es ist auch als Erfolg zu bewerten, dass die NPD keine Stände in Altona genehmigt bekommen hat und sie so schwach ist, dass die keine Kundgebung anmelden konnte. Aber was machen wir mit Nazis, die so dreist sind und als Einzelperson ihre Propaganda vertreiben unter dem Deckmäntelchen der anderen Parteien? Auch hier werden wir eine geeignete Antwort finden müssen.