junge Welt, Rolf Becker

Liebe Schwester Esther,

eine Liebeserklärung deines »kleinen Bruders«, wie du, die »große Schwester«, mich nennst, als erstes, bevor die Ehrungen und Auszeichnungen genannt seien, die doch dem so angemessen sind, was du nach allem Erlittenen beigetragen hast, um den uns Nachfolgenden zu einer besseren, vernunftgeleiteten Welt zu verhelfen.

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Deutschlandradi, Bastian Brandau

Im Februar wurde Hoaxmap gestartet, um endlich eine Übersicht zu haben über die zahlreichen Gerüchte, die sich um die nach Deutschland kommenden Flüchtlinge verbreiten. Schwarz und Helm sammeln und posten seitdem Texte, die die Gerüchte widerlegen. Zeitungsartikel vor allem, aber auch Statements von Polizei oder Ämtern oder von vermeintlich betroffenen Unternehmen. Unter hoaxmap.org haben die beiden all die auf einer Landkarte platziert. Ein Klick und der Leser gelangt etwa zu den Gerüchten, die sich in der eigenen Stadt verbreiten. Außerdem sind die erfundenen Geschichten kategorisiert. Mit 177 Gerüchten sind sie gestartet, inzwischen sind es um die 400. Drei Kategorien sind dabei besonders häufig, erzählt Lutz Helm:

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Endstation Reschts, Marc Brandstetter

Das Jahr 2014 wird die NPD in schlechter Erinnerung behalten. Bei der Europawahl reichte ihr Stimmenanteil von einem Prozent für ein Mandat in Straßburg. Allerdings hatten die „Macher“ in der Berliner Seelenbinderstraße auf ein besseres Ergebnis gehofft. Olaf Rose, nach Udo Voigt Nummer zwei der Liste, ging leer aus. Noch härter traf es den Ex-Bundespräsidentschaftskandidaten wenige Monate später. Als Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion in Sachsen verlor er nach dem Scheitern der Partei an der Fünf-Prozent-Hürde seinen Job. Im gesamten Jahr pumpte die NPD mehr als 1,2 Millionen Euro in die Wahlkämpfe, wie aus dem kürzlich veröffentlichten Rechenschaftsbericht für das Jahr 2014 hervorgeht (pdf-Dokument). Bekanntlich blieb der Erfolg aus – und durch den Rückgang der Zustimmung werden auch zukünftig die staatlichen Zuwendungen geringer ausfallen.

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von Hamburger Abendblatt

Bürgerschaftsfraktion der rechtsgerichteten Partei wollte über Flüchtlinge sprechen. Rund 110 Demonstranten hatten etwas dagegen.

Hamburg. Rund 40 Demonstranten haben am Mittwochabend im Hamburger Ortsteil Rahlstedt eine Veranstaltung der AfD behindert. Die AfD-Fraktion der Hamburgischen Bürgerschaft hatte zu der Veranstaltung zum Thema Flüchtlinge ins Gymnasium Rahlstedt geladen. 47 Gäste versuchten nach Angaben der Polizei, dorthin zu gelangen.

Rund 40 der 110 Teilnehmer einer angemeldeten Gegendemonstration versperrten ihnen aber den Zugang zum Veranstaltungsort, so dass sie von Polizisten "zur Seite geschoben werden mussten", wie die Polizei mitteilte.

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 netz-gegen-nazis.de

Seit vermehrt Flüchtlinge* im deutschsprachigen Raum Schutz vor Krieg und Verfolgung suchen, explodieren die sozialen Netzwerke. Alle und jede haben eine Meinung, eine Warnung, Sorgen, sehr viel Hass und noch mehr Wut.

In vielen Formen treffen Benutzer_innen auf explizit rassistische und flüchtlingsfeindliche Aussagen und Kommentare, oder beteiligen sich aktiv selbst daran. Schon lange agitieren Rechtsextreme und Kameradschaften in Sozialen Netzwerken, besetzen gezielt Themen – beispielsweise Heimatschutz – rekrutieren Gefolgschaft und verbreiten rechtsideologisierte Propaganda. Im Zuge der Flüchtlingsdebatte zeigt die Strategie nun Wirkung: Rechtsextreme Sprache und Bilder haben sich in kurzer Zeit über die Sozialen Medien im gesellschaftlichen Mainstream re-etabliert und sind normal im täglichen Gespräch über Flucht und Migration geworden. Gerade junge und weniger informierte  Menschen können von der Hassrede gegen Flüchtlinge in den Sozialen Medien beeinflusst werden. Oft wirken nämlich diejenigen, die Hass gegen Flüchtlinge verbreiten, in der Mehrheit. Sie sind lauter, dominanter und schüchtern  damit auch ganz gezielt ein.

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