nord-taz, Katharina Schipowski
Nach drei Jahren bilanziert der Senat den Stand der Aufarbeitung von Hamburgs kolonialer Vergangenheit. Linksfraktion nennt Ergebnisse „peinlich“
Das Vorhaben war groß, die Bilanz fällt mager aus. Nicht eine einzige nach Kolonialherren benannte Straße wurde offiziell umbenannt, seit der Senat 2014 die Aufarbeitung von Hamburgs Kolonialvergangenheit versprochen hat. Auf Initiative des Arbeitskreises Hamburg Postkolonial und auf ein fraktionsübergreifendes bürgerschaftliches Ersuchen hin hatte der Senat vor drei Jahren das „Koloniale Erinnerungskonzept“ für einen „Neustart der Erinnerungskultur“ erarbeitet. Ziel war es, eine Aufarbeitung der Kolonialgeschichte anzustoßen und eine Debatte zum postkolonialen Erbe zu führen.

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