Endstation Rechts
Die gescheiterte Eröffnung einer neuen Boutique in Norderstedt bei Hamburg endete für die in rechtsextremen Kreisen beliebte Modemarke Thor Steinar in einem PR-Desaster. Aufgrund baurechtlicher Mängel wurde die Filiale per Amtsbeschluss nur zwei Stunden nach Eröffnung wieder geschlossen – für immer. Nun nutzt der Küchengerätehersteller Vorwerk die Immobilie. Behörden und Zivilgesellschaft atmen auf.
Kaum eröffnet, schon geschlossen: In Norderstedt bleibt der "Thor Steinar"-Laden dicht. Nun bietet Vorwerk in den Räumlichkeiten u. a. Kochkurse an.
Nachdem es im unweiten Glinde (Kreis Stormarn) jahrelange Proteste gegen den dortigen Thor Steinar-Laden gegeben hatte, war schon länger über einen Ausweichstandort in der Region spekuliert worden. Die von Thor Steinar im Dezember 2016 angesetzte Neueröffnung einer Filiale in Hamburg/Norderstedt ging dann aber gründlich schief. Anstelle von kauflustigen Kunden aus der rechten Szene wurden die Betreiber von zahlreichen Polizisten und Gegendemonstranten begrüßt. „Der Laden ist gewerbe- und nutzungsrechtlich nicht korrekt angemeldet. Der Laden wurde jetzt geschlossen", sagte damals ein Sprecher der Polizei gegenüber Medienvertretern.

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