Claus Günther (86) ist einer der letzten Zeitzeugen, die noch über die Nazizeit erzählen können. Er hat gesehen, wie am Abend des 10. November 1938 die Synagoge in Harburg brannte. Nicht einmal acht Jahre alt war er damals. „Mein Vater war bei der SA und hat bei der Absperrung der brennenden Synagoge geholfen.“
Heute berichtet Günther, der seit vielen Jahren in Stellingen wohnt, als Zeitzeuge in Schulen über die Schrecken der Nazi-Zeit. Er kann erzählen, wie es war, als Bomben auf Hamburg fielen. Und er kann erzählen, wie leicht junge Menschen Hetze übernehmen, weil es fast alle um sie herum auch tun.
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