Tagesspiegel, Maria Fiedler Matthias Meissner
Hat Björn Höcke unter dem Pseudonym "Landolf Ladig" für NPD-Blätter geschrieben? Die AfD-Spitze unter Frauke Petry erklärt diesen Verdacht jetzt zur Gewissheit.

Den Verdacht gibt es schon lange. Doch nun erklärt ihn die AfD-Führung unter Parteichefin Frauke Petry zur Gewissheit. In ihrem dem Tagesspiegel vorliegenden Parteiausschlussantrag gegen den AfD-Rechtsaußen Björn Höcke heißt es: "Der AG" - gemeint ist der Antragsgegner Höcke - "hat unter dem Namen ,Landolf Ladig‘ in den NPD-Veröffentlichungen ,Volk in Bewegung‘ und ,Eichsfeld-Stimme‘ Artikel verfasst." Das birgt politischen Sprengstoff. Denn in diesen Artikeln lobte "Landolf Ladig" die rechtsextreme NPD nicht nur für ihre politischen Ideen. Er verherrlichte auch das NS-Regime.
Bereits 2015 verlangte der damalige AfD-Bundesvorstand unter dem später geschassten Bernd Lucke, Höcke möge eine eidesstattliche Versicherung zu mutmaßlichen NPD-Kontakten unterschreiben. Höcke weigerte sich. Er sagte damals: "Ich habe niemals unter einem Pseudonym für eine NPD-Zeitung geschrieben."

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