junge Welt, Markus Bernhardt

Schon jetzt hat die Vermietung von Räumlichkeiten an die AfD für das Maritim-Hotel ernsthafte Konsequenzen. So haben verschiedene Organisationen und Initiativen ihre ursprünglich getätigten Buchungen bereits storniert.

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Dies betrifft beispielsweise schwul-lesbische Organisationen, die in der Vergangenheit anlässlich des Christopher Street Days (CSD) mit dem Hotel kooperiert hatten. Auch Karnevalsfeiern sollen abgesagt worden sein. Studenten der Fachschaft Wirtschaft der TH Köln stornierten ihren Absolventenball im Maritim. »Rassistische und menschenverachtende Äußerungen, wie sie in Teilen der AfD getätigt werden, wollen wir entschieden entgegentreten. Diese untergraben das Fundament unseres friedlichen Zusammenlebens«, kritisierten die Studenten. Daher verurteile man auch die »Kooperation zwischen der Hotelgesellschaft Maritim und der AfD« und wolle »öffentlich ein Zeichen setzen, dass eine solche Hetze nicht wort- und protestlos hingenommen« werde. Neben Künstlern und Kulturschaffenden kritisierte selbst der 1. FC Köln die Vermietung an die Rechten.