Mopo, Olaf Wunder
 
Björn Höcke, der Rechtsausleger der AfD, darf in der Partei bleiben. Trotz seiner Nazi-Rede über das Holocaust-Mahnmal in Berlin wird es vorerst kein Parteiausschlussverfahren geben. Die MOPO fragte bei führenden Vertretern der AfD in Hamburg nach: Wie können Sie es eigentlich noch mit Ihrem Gewissen vereinbaren, in ein und derselben Partei mit Herrn Höcke zu sein? 
Was folgte war am Dienstagnachmittag ein ziemlicher Eiertanz. Die MOPO führte lange, sachliche Interviews mit AfD-Bürgerschaftsabgeordneten – am Ende aber zog der Pressesprecher der Partei alles, was etwa Dr. Alexander Wolf an scharfer Kritik an Höcke geäußert hatte, wieder zurück.
 
Wörtlich zitiert werden darf Wolf, der stellvertretender Landesvorsitzender ist, jetzt nur noch mit diesen beiden Sätzen: „Es gehört zu unserem Grundverständnis, dass wir mit der deutschen Geschichte der 1930er/1940er Jahre und insbesondere mit dem Holocaust besonders sensibel umgehen müssen. Die Äußerungen von Björn Höcke werden dieser historischen Verantwortung in keiner Weise gerecht.“ Windelweicher lässt sich Kritik kaum formulieren – dabei ist die Stimmung im Landesverband scharf Anti-Höcke.