hamburg taz, Andreas Speit

Dem Zentralorgan der „Neuen Rechten“ rutscht die AfD zu weit nach rechts. Es fallen Worte wie „dämlich“ und „irrsinnig“.
Frauke Petry, Bundessprecherin der AfD, und Dieter Stein, Chefredakteur der Wochenzeitung Junge Freiheit sind vereint in Sorge. Beide befürchten für den 5. Bundesparteitag der AfD in Stuttgart einen zu weiten Rechtsruck der Partei. Petry spricht von einer „roten Linie“, Stein warnte bei einer Veranstaltung in der Hamburger Bürgerschaft vor einer „Selbstpositionierung als rechtspopulistisch“.
In Hamburg sollte Stein am 18. April für die AfD-Fraktion um Jörn Kruse zum Thema „Manipulationen: Was ist dran am Lügenpresse-Vorwurf?“ sprechen. Bei der dritten Veranstaltung aus der Reihe „Fraktion im Dialog“ griff er im Rathaus aber von sich aus seine Gastgeber an.
Bei der übervollen Versammlung erklärte Stein, dass die Partei nach den letzten Wahlen einen „riesigen Vertrauensvorschuss“ erhalten hätte. In Stuttgart müssten nun aus den „groben Leitlinien deutliche Konturen“ werden, und schob nach: „Ich halte es für höchst problematisch, dass Alexander Gauland jetzt davon spricht eine rechtspopulistische Partei“ zu einen.
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