Frühjahrsputz beim HBgR. Nach zehn Jahren eine neue Homepage. Wir hoffen, sie gefällt Euch.
So. 28.5.2017 - schon jetzt anmelden: fcstpauli-marathon.de/gegenrechts
Demonstration gegen den Thor-Steinar-Naziladen in Barmbek
Noch nicht einmal Aufklärung, Gedenken an Süleyman Taşköprü
Zusammen, entschlossen, grenzenlos solidarisch -Die soziale Alternative sind wir!
19.11.2016 Kein AfD-Aufmarsch durch Hamburg

Unsere Aktionen
gegen den Thor Steinar-Laden im Oktober 2008

Infos zu Thor Steinar

Verkauf von Nazikleidung in Bergedorf nach Protesten gestoppt


+++ Das Hamburger Bündnis gegen Rechts sagt
TSCHÜSS "Thor Steinar" +++

Der Naziladen verlässt aufgrund unserer vielfältigen Proteste
zum 31.10.08 die HSH-Shopping-Passage

Ein Grund zum Feiern!

200 bis 300 Antifaschistinnen und Antifaschisten fanden sich
zur  Abschlusskundgebung am Sa., d. 25.10.08 vor der HSH
ShoppingPassage ein und feierten mit uns den Auszug von "Brevik"


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 Wir freuen uns, dass wir es gemeinsam geschafft haben,

den Naziladen "Thor Steinar" schnell wieder aus

 der Hamburger Innenstadt zu befördern.

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Naziläden schließen! Stoppt Thor Steinar!

 

Thor Steinar: Hamburg sagt »Tschüss«

Nach vier Wochen Protest schließt Nazi-Bekleidungs-Filiale

Am 25. Oktober, gerade vier Wochen nach der Eröffnung, schließt »Brevik«. Vorangegangen waren tagtägliche Kundgebungen und Proteste gegen den Verkauf von Nazimode inmitten der Hamburger City. Was dort unauffällig wie ein neues Knäckebrot oder die Wortschöpfung eines skandinavischen Möbelhausesdaher kommt, ist die bislang bundesweit sechste Filialeder bei Neonazis und Rassisten aller Couleur begehrten Bekleidungsmarke »Thor Steinar «.

Gegen das Geschäft mit den Naziklamotten protestieren seit seiner Eröffnung am letzten Donnerstag im September mal hundert- und manchmal auch nur ein dutzend Antifaschistinnen und Antifaschisten. Der kontinuierliche Protest von »Anbeginn an« war eine richtige Entscheidung, schreibt das »Hamburger Bündnis gegen Rechts« in seinem Aufruf: »Ein Gewöhnungseffekt darf sich erst gar nicht breit machen.« Von ähnlichen Auseinandersetzungen in Berlin, Magdeburg, Leipzig und Dresden wisse man, dass Kündigungsklagen zwar aussichtsreich sind, sich aber durch den Instanzenweg lange hinziehen. »Schließlich wolle man nicht einfach warten, wie sich inmitten der Hamburger Innenstadt ein Anlaufpunkt für Neonazis etabliert«, meint Wolfram Siede für das Hamburger Bündnis. Doch nicht nur engagierte Antifas, sondern auch die anliegenden Geschäftsleute waren genervt vom ungebetenen Nachbarn in der gemeinsamen Ladenpassage – darunter eine Boutique mit Fanartikeln des FC St. Pauli im Sortiment und ein Geschäft für Schmuck aus Israel. Die Bruchlinien im Marketingkonzept der Passage, ein durch die Bankenkrise im Ansehen beschädigter Vermieter, eine den Protesten freundlich gesonnene Presse und schließlich die täglichen Kundgebungen mit der einhergehenden Polizeipräsenz führten zu einer Konstellation, die den politische Druck erzeugte und zur unverhofft schnellen Schließung der Naziboutique führte. Aber erst einmal ließ sich die Hausverwaltung der HSH-Nordbank AG vom Geschäftsführer des Thor-Steinar-Vertriebes ordentlich hinters Licht führen. Gleich für fünf Jahre vermietete die bankeigene Hausverwaltung den gut platzierten Laden. Seitdem verkaufte das Ladengeschäft in der HSH-Passage pikanterweise Klamotten, die zu tragen in der von der HSH-Nordbank gesponserten Volkspark-Arena laut Stadionordnung verboten sind. Zu Recht sah sich der Vermieter »arglistig getäuscht« und wollte seinen Mieter »ohne Ablösezahlung« kündigen, so der HSH-Pressesprecher Christian Buchholz in einer Pressemitteilung. Doch auf der Leitungsebene der »Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein« entschied man anders: Anstelle eines langwierigen Kündigungsverfahrens und einer womöglichen, politischen Auseinandersetzung ging die Passagenverwaltung den Weg der Vertragsauflösung im »gegenseitigen Einverständnis«. Nach Informationen der Hamburger Morgenpost floss dabei eine Ablösesumme von 800 000 Euro in die Tasche des gewieften Geschäftsmannes. Uwe Meusel weiß aus der eigenen Ablehnung Kapital zu schlagen und offenbart die Finesse und das Geschäftsgebaren eines Jürgen Rieger. Bereits im Streit um die Kündigungsklage seiner Thor-Steinar-Filliale in Magdeburg erklärte sich Meusel bereit, für eine halbe Million Euro aus dem »Hundertwasser-Haus«, in das er sich eingemietet hat, zu verschwinden, um an der nächsten Straßenecke mit dem Gewinn an Geld und Promotion eine neue Filiale aufzumachen. Während man in Magdeburg bei so viel Geld auf eine Räumungsklage setzt, zahlte die Hamburger Landesbank und tauschte gleich noch ihren Pressesprecher aus. Dessen Nachfolgerin, Gesine Dähn, schaltete gegenüber dem »Neuen Deutschland« den kategorischen Imperativ ihres Vorgängers deutlich zurück: »Wir erstatten keine Abfindung und keine Prämie. Wir erstatten lediglich die entstandenen Kosten.« Wie hoch diese ausfallen, darüber dürfe sie aber nicht sagen, das gebiete die vereinbarte Vertraulichkeit.

In Magdeburg, wo im Sommer 2007 ein Laden startete, kam es gleich am Eröffnungstag zu einer fristlosen Kündigung, die in erster Instanz Bestand hat. Das Magdeburger Landgericht vertrat die Auffassung; dass die Marke »Thor Steinar« eine Art »geistige Umweltverschmutzung « darstelle. Es billigte der Inhaberin einer anderen Boutique auch Mietminderung zu. Begründung: Die Nachbarschaft des »Thor-Steinar«-Geschäftes strahle »geistige Emissionsbeeinträchtigungen « aus. Ihre Miete müsse um zehn Prozent gesenkt werden – ähnlich wie bei Gestank. Das Verfahren geht derzeit durch den gerichtlichen Instanzenweg.

In der gleichen Woche, in der der Rausschmiss der Hamburger Filiale erfolgte, bestätigte das Berliner Landgericht eine Kündigungsklage gegen die Thor-Steinar-Filiale in der Rosa-Luxemburg-Straße 18 in Berlin-Mitte. Der zuständige Richter folgte in weiten Teilen den Argumenten des Klageführers: Die Protex GmbH, die den Laden angemietete, hätte den Vermieter über den Verkauf der Marke »Thor Steinar« in dem Laden informieren müssen.
 Im Oktober wird zudem auch letztinstanzlich über die Räumungsklage gegen die Magdeburger Filiale entschieden und die Chancen stehen gut, dass die Gerichte »Nazimode« nicht als »Outdoor-Bekleidung« durchgehen lassen. In Hamburg gab es bereits mehrere Versuche, Naziläden zu etablieren. Der aktuellste ist wenige Tage alt und kommt aus dem berüchtigten »Celtic Tattoo«-Laden in Bergedorf. Seit der Bekanntgabe der Kündigung der Thor Steinar-Filiale, verkauft der Tätowierladen in der Lohbrügger Landstraße 9 die bei Nazis beliebten Marken »Thor Steinar«, »Pro Violence« und »Walhalla Germany«. Sein Vorgänger schimpfte sich im Sommer 2007 »Unbreakable Streetware« an der Bürgerweide in Borgfelde. Die Kündigung erreichte den Betreiber, nachdem Neonazis den Geburtstag von Adolf Hitler mit Hakenkreuztorte feierten - 2006 musste derselbe Ladenbesitzer sein Geschäft »Odin und Freya« in St. Pauli nach lang anhaltenden Protesten und einer Sammelbeschwerde der Anwohnerinnen räumen. Auch der Naziladen »Nordic Thunder« am Lokstedter Steindamm sowie der Bekleidungsladen »Stavanger« in der Alsenstraße gaben bereits vor Jahren auf. 

Anders als die genannten Läden wollte sich Meusel allerdings nicht in Seitenstraßen und Vororten verstecken, sondern seine Marken in Hamburgs bester Verkaufslage präsentieren. Jugendliche Antifas, die mit einer hohen Ausdauer den Protest initiierten, haben zusammen mit organisierten Kampagnenstrukturen dafür gesorgt, dass es dem Markenführer in Sachen Naziklamotten nicht anders ergeht als seinen schmuddeligen Vor- und Nachläufern. Weiter so! (Wolfram Siede)

 

Aktion: Hupen gegen Nazis

1. Mai-Einschätzungen /Diskussionspapiere 

  • Presseerklärung des Hamburger Bündnisses gegen Rechts, siehe nachstend
  • 1. Mai 2008 ein großer Erfolg der antifaschistischen Bewegung, von Wolfram Siede, VVN BdA hier
  • Nachbereitung zum 1. Mai 2008 - The Rhythm Attack, Einschätzung von [a²]-Hamburg hier
  • Eine erste Bilanz: von Avanti – Projekt undogmatische Linke hier
  • Barmbek blüht, Barmbeker Bilanz zum 1. Mai, von AK 1. Mai 08, Barmbeker Ratschlag hier
  • In Hamburg, da geht was, von Axel Hoffmann hier
  • Presseerklärung der LINKEN hier
  • Nazis fordern den DGB Hamburg heraus, Einschätzung der Gruppe Arbeiterpolitik hier
  • 1. Mai 2008 Hamburg - Diskussionsveranstaltung im Rahmen des Antifa Cafés, Broschüre mit vier Beiträgen (Einschätzungen des autonomen antifaschistischen Vorbereitungskreises und Hamburger Bündnis gegen Rechts, Diskussion der direkten Aktionen an dem Tag und Betrachtungen zu Nazis, Autonome Nationalisten und antifaschistische Praxis hier
  • Artikel in der ver.di Publik 05/08, Hamburgseite zum 1. Mai "Bunt statt braun" hier
  • Leserbrief des Hamburger Bündnisses gegen Rechts zum Artikel in der ver.di Publik 05/08 hier
  • Schreiben vom Landesbezirksleiter ver.di Hamburg, Wolfgang Rose, warum unser Leserbrief nicht veröffentlicht werden kann hier

Großer Erfolg der antifaschistischen Bewegung!

 Mit 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist der Protest gegen den Naziaufmarsch in Barmbek zur größten antifaschistischen Veranstaltung seit über einem Jahrzehnt in Hamburg geworden. „Mit so vielen Leuten haben wir nicht gerechnet“, meint der Sprecher des Hamburger Bündnisses gegen Rechts, Wolfram Siede.

In nahezu jedem Geschäft auf der Fuhlsbüttler Straße hängen die Plakate der Initiative „Barmbek sagt Nein zu Neonazis“, unterzeichnet von 43 Sozialkulturellen Einrichtungen und Geschäften aus dem Stadtteil. „Besonders gefreut hat mich, dass sich so viele Menschen aus Barmbek den Protesten angeschlossen haben, meint Rainer Hanno, Pastor an der Auferstehungskirche. Dort, und in weiteren acht Kirchen läuteten punkt 14.00 Uhr die Glocken als Zeichen des gemeinsamen Protestes. Barmbek war in Volksfeststimmung und den gesamten Tag über auf den Beinen. So war es über Stunden der Polizei nicht möglich die Nazis vom S-Bahnhof Alte Wöhr gegen den Protest vieler tausender Demonstranten loslaufen zu lassen. Am Schluss verließ die Hamburger Innenbehörde dann „die Sprache der Vernunft und man griff zur altbekannten Sprache der Gewalt“, so Wolfram Siede. Unerträglich auch die Richterschelte des ,Noch-Innensenators’ Nagel. Der Rechtssenat bedauert offensichtlich immer noch, dass die Nazis nicht in einem von jeglichem Protest abgeriegelten Stadtteil ziehen konnten. Christiane Schneider, Abgeordnete der Bürgerschaftsfraktion Die Linke, dazu: „die Proteste sowie die Angriffe aus der Nazis auf Polizeibeamte hätte zur Auflösung der Veranstaltung nach Maßgabe des polizeilichen Notstandes führen müssen. Die Einsatzleitung der Polizei schien nicht davon angetan zu sein, für die Nazi, die ihre Beamten zuvor angegriffen haben, den Weg mit Wasserwerfer- und Schlagstockeinsatz gegen einen ganzen Stadtteil Freizuprügeln“. Christiane Schneider spricht in diesem Zusammenhang von einer „politisch gewollten Entscheidung die Nazis laufen zu lassen“.

Wir bedanken uns bei allen antifaschistischen Kräften, die am heutigen Tag auf der Straße waren!


Erfolg auf ganzer Linie:

In einer Eilentscheidung folgte das Oberlandesgericht am Vorabend der antifaschistischen Maidemonstration den Argumenten des Hamburger Bündnisses gegen Rechts. Die von der Versammlungsbehörde ursprünglich verfügte Totalabsperrung des Stadtteils ist aufgehoben! Die antifaschistische Demonstration wird sich nach der Auftaktkundgebung (10.00 bis 11.30 Uhr) auf der Fuhlsbüttler Straße – dem Kernstück der ursprünglichen Naziroute – zusammen mit den Anwohnerinnen und Anwohnern und vielen tausend Menschen versammeln um den gemeinsamen Erfolg zu feiern. Den Nazis ist damit der Marschweg durch Barmek-Nord abgeschnitten! Unsere Ansage „Barmbek nimmt Platz“ wird jetzt zum Ruf „Kein Platz für Nazis in Barmbek – und auch nicht anderswo“! Der von uns gewünschte Anschluss von der Demonstration zu den Treffpunkten im Stadtteil (Harzlohplatz, wo von 12.00 bis 18.00 Uhr ein Straßenfest mit Spielplatz für Kinder und deren Anhang stattfindet) wurde erreicht!

Bereits am Vorabend lieferten mehr als 5000 Menschen (Angaben der Veranstalter) beim LKW-Konzert ein eindrucksvolles „Warm up“ zur großen Bündnis-Demonstration am morgigen Donnerstag, 10 Uhr U/S Barmbek.

Für einen bunten, vielfältigen und entschlossenen Protest an jedem Ort wie Barmbek-Nord!

Siehe auch die Rubrik Aktuelles sowie http://antifahamburg.blogsport.de/ 


Gebt den Nazis auf die Ohren! Stellt eure Lautsprecher in die Fenster und hört Musik von Radio FSK 93.0 Mhz!

                
               
               
               



 

 


Hier runterladen:
Aufrufe gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Barmbek

Aufruf des Hamburger Bündnis gegen Rechts
Aufruf der DGB-Jugend Hamburg

Aufruf antifaschistischer autonomer Gruppen Hamburg
Aufruf der GEW - und ver.di Studierendengruppe


 

Mucker für Mucker

Hamburger Musiker sammeln für den Bluesmusiker Jean-Paul, dessen Reifenlager am Rande der Demonstration gegen den Aufmarsch der Nazis in Barmbek am 1.Mai angezündet wurde

WIR AUCH!

Spendet!

Spendenkonto für Jean-Paul Toupka:

Bank: Hamburger Sparkasse
Kontonummer: 1053 806 988
Bankleitzahl: 200 505 50
Kontoinhaber: C.Drave

Verwendungszweck: Spende Jean-Paul

Kauft 1 schickes Mucker-fur-Mucker-Shirt
(der Reinerlös geht zu 100% an Jean-Paul)
 

Es gibt folgende Größen

Herren : m, l, xl, xxl
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Für die Bestellung eines T-Shirts sendet eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Und damit ihr das gute Stück auch bekommt, ist es natürlich ganz wichtig, dass ihr die Adresse mit angebt, wo wir das coole T-Shirt hinschicken sollen :-)

 

 


Oder verkauft das T-Shirt an Euren Ständen!!!!
Wir geben es gerne an Euch ab in Kommission. kontaktet uns.

Das 1. Benefiz-Wochenende fand am 30./31. August mit mehren Clubgigs & Straßenkonzerten in verschiedenen Statdtteilen in Hamburg statt. Während der Konzerte wurde gesammelt die T-Shirts verkauft. „Die 1.Konzert-Reihe ist gemacht und war ein voller Erfolg, auch wenn wir uns etwas mehr Presse-Berichte und auch ein paar mehr Zuschauer erhofft hatten. Ein DICKES DANKE nochmals an alle, die geholfen haben diese Idee zu realisieren!!! Eventuell gibt es im nächsten Jahr noch eine Fortsetzung der Konzert-Reihe....also: stay tuned ;)

Zum Hintergrund:

Am 1. Mai versuchten Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet im Hamburger Stadtteil Barmbek aufzumarschieren. Dagegen demonstrierten über 10.000 Menschen am gleichen Tag. Viele AnwohnerInnen, Geschäftsleute, Stadtteilinitiativen, Kirchen und andere AntifaschistInnen zeigten phantasievoll Gesicht gegen die Nazis.

Im Umfeld der zum Teil auch heftigen Auseinandersetzungen in Barmbek am 1. Mai wurde ein Teil von Jean-Pauls Reifenlager angezündet. 3000 Reifen sind verbrannt. Jean-Paul war dagegen nicht versichert und steht als Kleinunternehmer nun allein mit dem Schaden von ca. 80 000 Euro da. Zusätzlich musste er für die Entsorgung der verbrannten Reifen schon 7000 Euro aufbringen.

"Mein Geschäft ist ruiniert." - Jean-Paul, der selbst gegen Nazis ist, steht verzweifelt vor den Trümmern seiner Existenz. Jean-Paul spielt in seiner Freizeit Blues-Gitarre und ist übrigens gerade Vater geworden. So entstand die Idee bei seinen Musikerfreunden, ihn zu unterstützen.

Mehr Informationen: www.myspace.de und www.mucker-fuer-mucker.de

 

    

Dokumentation des Hamburger Aufrufs
"Keine Stimme den Nazis" anlässlich der
Hamburger Bürgerschaftswahl 2008

Zum Abschluss der Kampagne „Keine Stimme den Nazis“ anlässlich der Hamburger Bürgerschaftswahl im Februar, möchten Wir – die InitiatorInnen aus den Reihen des Hamburger Bündnis gegen Rechts – Euch und Ihnen noch einmal herzlich für die Unterstützung danken. Wichtigstes Ergebnis: Es gab wenig Stimmen für Nazis bei dieser Wahl! Die neofaschistische DVU ist auf 0,8% gekommen und auch andere rechtspopulistische Parteien spielten im Hinblick auf ihren Stimmenanteil keine Rolle. Wir werten dies zum einen als Erfolg für die zahlreichen engagierten AntifaschistInnen, die während des gesamten Wahlkampfes die Propaganda(veranstaltungen) der DVU erwiderten und die Kampagne „nach draußen“, sprich in die verschiedenen Stadtteile getragen haben.

Zum anderen war unsere Kampagne ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zu einem antifaschistischen Klima in dieser Stadt, der „Hamburger Aufruf“ bildete dafür die Grundlage und mehr als eintausend weitere HamburgerInnen folgten als Einzelpersonen oder mit ihren Vereinen und Organisationen Ihrer und Eurer Unterschrift unter dem Aufruf. Die Kampagne ist nunmehr beendet, die antifaschistische Arbeit wird selbstverständlich fortgesetzt. Sie ist nur der Anfang gewesen, denn eines steht für uns fest: auch wenn Nazis bei der Wahl keine Erfolge erzielen konnten: rassistische und antisemitische Gewalt und Ausgrenzung sind in unserer Stadt weiterhin präsent und dürfen nicht unwidersprochen bleiben! Faschismus ist und bleibt keine Meinung und gemeinsam müssen wir, nicht nur in Hamburg, Ursachen und Auswirkungen entgegentreten! Wir danken für die Unterstützung und hoffen auf weitere,
zukünftige Zusammenarbeit.

Kampagne „Keine Stimme den Nazis!“ im März 2008


Im nachfolgenden dokumentieren wir den Hamburger Aufruf sowie die Statements einiger Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner. Beim Anklicken der Unterrubrik UnterstützerInnen erscheinen die Unterzeichner und Unterzeichnerinnen des Hamburger Aufrufs.

Hamburger Aufruf: 
Keine Stimme den Nazis

In großer Sorge beobachten wir, dass in den letzten Jahren Neonazis in Hamburg immer offener auftreten: Mit Aufmärschen, Info-Ständen vor Sozial- und Arbeitsämtern, Flugblattaktionen in den Stadtteilen oder der Verteilung von „Schulhof-CDs“ versuchen die Nazis, ihrer menschenverachtenden Ideologie den Anschein von Normalität zu geben. Mit Rechtsrockkonzerten, Musikversand und szenetypischen Bekleidungsgeschäften wird eine Subkultur entwickelt, die besonders auf Jugendliche zielt. Mit ihrer sozialen Demagogie knüpfen sie an die wachsende Verunsicherung einer Vielzahl von Menschen angesichts von Massenarbeitslosigkeit, sich weiter verbreitender Armut und fehlender Perspektive an.

In verschiedenen Stadtteilen Hamburgs kommt es zu gewalttätigen Übergriffen, um Andersdenkende, Minderheiten, Flüchtlinge, MigrantInnen einzuschüchtern. Regelmäßig werden Veranstaltungen von Parteien, Gewerkschaften und Initiativen gestört.

Antifaschistischer Protest wird häufig staatlich behindert; Nazis werden beschützt und ihre Gegner als „Störer“ behandelt. Gegendemonstrationen werden verboten, das Recht auf Versammlungsfreiheit eingeschränkt.

Im Jahr 2005 haben sich DVU und NPD darauf geeinigt, bei Wahlen nicht mehr gegenseitig zu konkurrieren. Seitdem konnten sie schon in eine Reihe von Landes- und Kommunalparlamenten einziehen. Die mit der parlamentarischen Präsenz verbundenen finanziellen und personellen Mittel haben ihren Spielraum erheblich erweitert.

Es besteht die Gefahr, dass eine faschistische Partei bei der Wahl im Februar 2008 in die Hamburgische Bürgerschaft einzieht. Dies zu verhindern ist eine dringende Aufgabe.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Wir haben nicht vergessen, was in diesem Land passierte, als die Nazis an der Macht waren: Ausschaltung jeglicher Opposition, systematischer Terror gegen alle Nazi-Gegner, Übernahme und Gleichschaltung der Gewerkschaften, Verfolgung und Ermordung all derjenigen, die nicht in dass rassistische Menschenbild der Nazis passten. Millionen Tote durch den Holocaust an den europäischen Jüdinnen und Juden, Roma und Sinti. Weltweiter Krieg, an dessen Ende mehr als 55 Mio. Tote zu beklagen waren. 

Wir fordern die Hamburger Wählerinnen und Wähler auf:

  • Keine Stimme für DVU, NPD und alle anderen Parteien der extremen Rechten.
  • Sorgen wir dafür, dass für Nazis kein Platz ist – weder in den Parlamenten noch im Stadtteil oder Betrieb.

Ich bin dabei.

Erstunterzeichner:
Esther Bejarano, Klaus Bullan, Fanny Dethloff, Sieglinde Friess, Manfred Getzmann, Ira Gloe-Semler, Anne Harms, Hannelore Hoger, Bernt Kamin-Seggewies, Wolfgang Kirstein, Prof. Dr. Timm Kunstreich, Prof. Dr. Michael Lindenberg, Corny Littmann, Peter Lohmeyer, Antje Möller, Fanny Müller, Prof. Dr. Norman Paech, Gül Pinar, Lisa Politt, Wolfgang Rose, Dr. Gerhard Strate.

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Liebe Hamburgerinnen und Hamburger,

die Unterschriftenkampagne „Keine Stimme den Nazis“ hat mit dazu beigetragen in der Stadt ein Klima zu schaffen, in dem die Wahl von DVU oder anderen rechtspopulistischen Parteien nicht stattfinden konnte. Über 900 Hamburger und Hamburgerinnen haben die Kampagne mit ihrer Unterschrift unterstützt und wurden aktiv gegen rechts.

Warum wir den Hamburger Aufruf "Keine Stimme den Nazis" unterstützten:


 

 

Esther Bejarano
(Auschwitz-Überlebende und Vorsitzende des Auschwitz Komitees in der BRD e.V.)

„Ich hoffe, diese Kampagne wird einen Teil dazu beitragen, Dämme gegen rechts zu errichten und Engagement zu mobilisieren“


 






Klaus Bullan
(Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Hamburg)

"Pädagoginnen und Pädagogen, Schülerinnen und Schüler erleben auch in Hamburg täglich Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Unsere Bemühungen um ein friedliches Miteinander in dieser Stadt, um Aufklärung über die nationalsozialistische Herrschaft und die Stärkung antirassistischer Initiativen heute werden aktuell durch rechtpopulistisches Wahlkampfgetöse behindert. Deshalb: Keine Stimme den Nazis!"

 

Fanny Dethloff
(Pastorin und Flüchtlingsbeauftragte der Nordelbischen evang. luth. Kirche)

„Als Pastorin engagiere ich mich bewusst im Bündnis gegen Rechts. Gewalt, Ausgrenzung und ausländerfeindlichen Töne lassen sich nicht mit dem christlichen Glauben vereinbaren. Im Gegenteil: der Schutz von Fremden, Witwen und Waisen ist ein Grundauftrag der Bibel. Hass zu schüren, Menschen zu verführen und andere Meinungen oder Angehörige von Minderheiten zum Verstummen zu bringen, darf nicht weiter ungehindert Einzug in unsere Gesellschaft halten.
Darum bitte ich alle, genau hinzusehen: Die Opfer brauchen unsere Hilfe. Aber oft ebenfalls die Jugendlichen, die rechten Fängern auf den Leim gingen. Sie brauchen Angebote und Chancen – vor allem mehr aufrechte Menschen, die gegen diesen menschenverachtenden, rechten Unfug aufstehen und als Ansprechpartner und Vorbilder die offene demokratische Gesellschaft verteidigen."

 


 



Marcel Eger

(Fußballspieler FC St. Pauli)

„Immer wieder werde ich bei Auswärtsspielen mit Nazis unangenehm konfrontiert. Aus der Geschichte weiß ich, wohin es führt, wenn diese Leute erst mal an der Macht sind. Deshalb begrüße ich die Kampagne."

 

 

Siglinde Friess
(Fachbereichsleiterin Gewerkschaft ver.di)

"Aufgewachsen in Günzburg - der Stadt der Mengeles - ist es mir besonders wichtig, nicht abzutauchen, sondern sich der Auseinandersetzung mit den Neonazis zu stellen. Wir müssen uns offensiv gegen dieses faschistische Gedankengut zur Wehr setzen und alles dafür tun, dass Rechtsradikalismus keinen weiteren Nährboden - auch nicht bei den Gewerkschaftsmitgliedern - findet."



 



Ira Gloe-Semler
(Fachgruppe Versicherungen Gewerkschaft ver.di)

"Dumme, ausländerfeindliche Parolen, wie sie von den Nazis skandiert werden, haben keinen Platz in unserer Gesellschaft. Es darf nicht sein, dass wegen dieser Parolen und dem damit verbundenen Gewaltpotenzial Menschen in Deutschland wieder um ihr Leben fürchten müssen. Rechtzeitig, klar und deutlich stellen wir uns dieser Gesinnung entgegen! Deshalb: Keine Stimme den Nazis!"

 

Olaf Harms
(Hamburger Bündnis gegen Rechts)

"Es scheint schon zur Normalität zu gehören, dass Nazis öffentlich agieren. Vor dem Hintergrund unserer Geschichte darf dieses aber nicht sein. Nazis im Parlament bedeutet, dass sie finanziell mehr Möglichkeiten haben, ihre menschenfeindliche Politik zu propagieren. Das gilt es zu verhindern. Deshalb der Hamburger Aufruf ‚Keine Stimme den Nazis'."




Anne Harms
(fluchtpunkt, Kirchliche Hilfsstelle für Flüchtlinge)

 „Keine Stimme den Nazis muss auch heißen, keine Politik für Naziwähler. Jedes Mal, wenn sich demokratische Parteien im Wahlkampf zum Sprachrohr rassistischen und bürgerrechtsfeindlichen Gedankengutes machen, um mit Rechtsradikalen zu konkurrieren, nimmt die Demokratie Schaden.“

 

 

Prof. Dr. Michael Lindenberg
(Rektor der ev. Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie)

„Ich hätte lieber Argumente statt Aufmärsche.“                                               

 

 
Corny Littmann

(Präsident des FC St. Pauli)

„Kein Platz für Nazis – nicht im Parlament, nicht im Stadtteil, nicht im Betrieb... und nicht im Verein. Hamburg hat am 24. Februar 2008 die Wahl – und damit die Chance, ein klares Zeichen gegen Rechts zu setzen. Rassistische und menschenverachtende Ideologien haben in unserer Gesellschaft keinen Platz und dürfen in keiner Weise toleriert werden. Wir alle sind daher aufgerufen, jedweder Form faschistischen Denkens den Kampf anzusagen und extremen Parteien die Stimme zu versagen. Wir sind uns dieser gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und unterstützen den Hamburger Aufruf „Keine Stimme den Nazis.“ 

 



 

Antje Möller
(GAL-Abgeordnete der Hamburger Bürgerschaft, Sprecherin für Innenpolitik und Flüchtlinge)

"Rassistische Überfälle und rechtsextreme Straftaten nehmen auch in Hamburg zu. Rechtsextremistische Ansichten sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Hier dürfen wir nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Aufklärung und öffentliche Debatte können hoffentlich einen Einzug der rechtsextremen DVU in die Bürgerschaft verhindern."

 

 

  

 

 


Fanny Müller
(Schriftstellerin)

“Keine Nazis in die Bürgerschaft - und möglichst auch keine anderen Parteien.”

 

 



Prof. Dr. Norman Paech
(Mitglied des Bundestages, DIE LINKE)

 

"Faschistisches Ressentiment ist keine Meinung, die im demokratischen Pluralismus toleriert werden könnte oder gar müsste. Faschisten beanspruchen demokratische Rechte für sich selbst einzig zu dem Zweck, sie anderen zu verweigern."
 

 

 





Peggy Parnass

(Autorin)

„Es heißt ,wehret den Anfängen’. Das sind aber keine Anfänge. Ich habe die Altnazis mein Leben lang gehasst und gehofft, junge Nazis zum Umdenken zu gewinnen."  



Wolfgang Rose
(Landesbezirksleiter ver.di Hamburg)

„Armut und Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung und soziale Verelendung rauben den betroffenen Menschen die Perspektive für ein lohnendes Leben. Rechtsextremistische Rattenfänger nutzen diese Resignation für ihre menschenfeindliche Politik, ihre braune Hetze und letztlich ihre tödliche Gewalt. Jede/r Einzelne von uns darf nicht wegsehen, wenn MigrantInnen, Schwächere und Ausgegrenzte diskriminiert oder sogar gewaltsam angegriffen werden, und nicht weghören, wenn neonazistische Äußerungen fallen oder rassistisches, antisemitisches Gedankengut verbreitet wird. Persönliche Zivilcourage ist nötig. Aber auch die Politik darf die soziale Spaltung nicht verschärfen, sondern muss sie überwinden. Nur eine solidarisch ausgerichtete Politik kann glaubwürdig fordern: Keine Stimme des Nazis!“


 

 



Dokumentation: Alles, was ich für eine Aktion brauche, um die Kampagne "Keine Stimme den Nazis" zu unterstützen:

Weitere Flyer, die im Rahmen der Kampagne verteilt wurden:

  • Info-Flyer zur Antifakundgebung am 25.01.08 vor dem Landeswahlausschuss wegen Zulassung der DVU zur Bürgerschaftswahl

Erfolgreiche Kundgebung gegen die NPD

Am Nachmittag des 26.10.2007 beteiligten sich über 1.000 Hamburgerinnen und Hamburger an einer Kundgebung des "Hamburger Bündnis gegen Rechts“(HBgR) gegen die neofaschistische NPD.

Die Nazipartei nahm den momentan stattfindenden Parteitag der SPD zum Anlass, um gegen das mögliche Verbot ihrer Organisation zu protestieren. Die NPD konnte nur weniger als hundert Neonazis mobilisieren und blieb völlig isoliert von der Bevölkerung. Das HBgR dagegen konnte ein breites Spektrum von Rednerinnen und Rednern für seine Kundgebung gewinnen.

Es sprachen: Wolfgang Kirstein (Hamburger Forum), Wolfgang Rose (verdi), Inka Damerau (SPD), Antje Möller (GAL), Christiane Schneider (Die Linke), Conny Kerth (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes), Felix Krebs (Avanti -Projekt undogmatische Linke) und Olaf Harms (HBgR).

In dieser Breite hat schon seit Jahren keine antifaschistische Kundgebung mehr in Hamburg stattgefunden. Vielfach wurde ein gemeinsames Agieren aller Demokraten gegen die NPD angemahnt und ein Verbot der Nazipartei gefordert. Verschiedene Redner und Rednerinnen sprachen sich darüber hinaus für einen antifaschistischen Wahlkampf gegen die DVU aus, welche zur Bürgerschaftswahl im Februar 2008 kandidiert.

Das HBgR wird seine erfolgreiche Bündnispolitik im Wahlkampf fortsetzen und startet in wenigen Tagen einen "Hamburger Aufruf" gegen die Kandidatur der DVU.

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Unsere früheren Aktivitäten findet Ihr im Archiv