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19.11.2016 Kein AfD-Aufmarsch durch Hamburg

Offener Brief des Hamburger Bündnis gegen Rechts

Sehr geehrte Damen und Herren der Elbarkaden Lounge,

wie wir erfahren haben, soll am Sonntag den 26. März 2017 in Ihren Räumen der Landesparteitag der „Alternative für Deutschland“ (AfD) Hamburg stattfinden. Wir bitten Sie noch einmal zu überdenken, ob Sie wirklich Ihre Räume der AfD zur Verfügung stellen wollen, denn damit geben Sie einer rechtspopulistischen Partei den Platz, ihre homophobe, rassistische und sozialdarwinistische Haltung zu verbreiten.

Die Maritim-Hotels, eine der großen deutschen Hotelketten, will der AfD zukünftig keine Räume mehr zur Verfügung stellen. Zusätzlich hat das Maritim in Köln explizit den Vertreter des völkischen Flügels der Partei, den Holocaust-Verharmsloser Björn Höcke, für den schon gebuchten Bundesparteitag am 22./23. April 2017 ausgeladen. Wir fordern Sie deshalb auf den Vertrag für Sonntag mit der AfD zu kündigen, zumindest aber dem Rassisten Dr. Ludwig Flocken, der wegen seiner Hetze mehrfach aus der Bürgerschaft ausgeschlossen wurde, den Zutritt zu verwehren.

Auch in Hamburg sucht die AfD nicht die demokratische Auseinandersetzung im Parlament, sondern versucht durch gezielte Anprangerung in sozialen Netzwerken politisch missliebige Abgeordnete einzuschüchtern. Dabei nimmt sie Gewalt- und Mordaufrufe Dritter bewusst in Kauf. Die Abgeordnete von Berg (Grüne) wurde z.B. aufgrund eines gezielten Angriffs mit Vergewaltigungs- und Mordaufrufen überzogen.

Diese inzwischen fast alltäglichen widerwärtigen, rassistischen und menschenverachtenden Ausfälle von AfD- Mitgliedern spiegeln sich auch in der Interview-Aussage der nationalkonservativen Bundessprecherin der AfD, Frauke Petri, im Mannheimer Morgen vom 30.01.2016 wieder: "Als Ultima Ratio, um illegale Grenzübertritte von Flüchtlingen zu verhindern, ist der Einsatz der Waffe zulässig. “ In der Konsequenz wird hier die Verletzung oder gar Mord von Menschen gefordert, welche bei uns Schutz vor eben solcher Verfolgung suchen.

Auch andere Häuser haben in der Vergangenheit eine Möglichkeit gefunden, ihre Räume der populistischen & rassistischen AfD nicht zur Verfügung zu stellen. Wir hoffen, dass es weder zu Ihrer Tradition gehört noch sich mit den Grundsätzen Ihres Hauses vereinbaren lässt, einer rechtspopulistischen Partei Ihre Räume zur Verfügung zu stellen sowie deren Mitglieder und Gäste zu bewirten.
http://www.mainpost.de/regional/main-tauber/Brauereien;art775,9095044.
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/aachen/stadt-stellt-der-afd-den-stuhl-vor-die-tuer-1.747975

Ihr Haus bewirtet sicherlich Gäste aus vielen verschiedenen Ländern und unterschiedlicher Herkunft, welche die fremdenfeindliche und nationalistische Politik der AfD ablehnen. Gerade die Gastronomie mit einer vielfältigen (Ess-) Kultur und der internationale Tourismus in der Weltstadt Hamburg tragen zum bunten Bild unserer Stadt bei. Eine Raumvergabe für dumpfe Deutschtümelei ist mit diesem weltoffenen Image unserer Stadt schwer vereinbar

Bezüglich rechtlicher Fragen zur Kündigung von Verträgen mit rechtspopulistischen Organisationen empfehlen wir Ihnen eine Broschüre des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DeHoGa) Hamburg sowie der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Hamburg und Berlin. 
https://hamburg.arbeitundleben.de/mbt

(Eine Kopie dieses Briefes ging auch an Hamburger Medien, um auf diese Weise die Öffentlichkeit und andere Hoteliers vor einer Vermietung an die AfD zu warnen.)

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne per E-Mail zur Verfügung.

Hamburger Bündnis gegen Rechts

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