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Am 19.11.2016 konnte die AfD aufgrund unserer Proteste nicht durch Hamburg marschieren

Eine vor einigen Tagen auf Linksunten.indymedia veröffentlichte antifaschistische Recherche zeigt, wie sehr die „Identitäre Bewegung“ in Norddeutschland von ehemaligen Mitgliedern der 2009 verbotenen „HDJ“ beeinflusst ist.

Mitglieder aus mindestens sechs völkischen „HDJ“-Familien sollen demnach in der „IB“ aktiv sein. Unter ihnen auch Töchter der Familie Meyer-Sande aus Bienenbüttel bei Lüneburg, auf deren Hof es bereits 2009 zu Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit dem Verbot gekommen war. Damals wurden als Gründe für das Verbot der „HDJ“ „Heranbildung einer neonazistischen ‚Elite’“ und die „ideologische (…) Einflussnahme auf

Kinder und Jugendliche durch Verbreitung völkischer, rassistischer, nationalistischer und nationalsozialistischer Ansichten im Rahmen vorgeblich unpolitischer Freizeitangebote“ angegeben.

Die „Identitäre Bewegung“ knüpft inhaltlich, aber auch strukturell an genau diese völkischen Praktiken an: Wehrsportübungen, Zeltlager und klandestine Treffen in exklusiven Zirkeln sind gängige Praxis. Dazu Marie Seibert vom Hamburger Bündnis gegen Rechts: „Die Identitäre Bewegung kokettiert gerne mit ihrem elitären Avantgardeanspruch und hält Wehrsportübungen ab. Die Parallelen zu anderen völkischen und neonazistischen Gruppierungen wie der „Wikingjugend“ oder der „HDJ“ sind sehr deutlich und vermutlich der Grund für die besondere Attraktivität, die die "IB" offenbar für Mitglieder völkischer Sippen mit einer solchen Vergangenheit hat.“

Der Schwerpunkt der Arbeit der „Identitären Bewegung“ liegt im Aktivismus, im Agieren im Netz und auf der Straße. Sie fungiert als Teil der Neuen Rechten und nimmt eine Scharnierfunktion zwischen Alter Rechter und der sogenannten Mitte der Gesellschaft ein. Es gibt politische und personelle Verflechtungen zu AfD, Junge Alternative, Burschenschaften, Blauer Narzisse und auch zu Teilen der NPD Aktivisten.

Gleichwohl drängt sich die Frage auf, ob die starken personellen Überschneidungen von ehemaligen Mitgliedern aus der „HDJ“ zufällig sind oder ob die Identitäre Bewegung tatsächlich als HDJ-Nachfolgeorganisation strategisch aufgebaut wird. Nahe legt dies auch die Teilnahme, des aus der ebenfalls verbotenen „Wiking-Jugend“ stammenden Kaders Rudi Wittig aus Mecklenburg-Vorpommern an einem strategischen Treffen der „IB“ im Oktober 2015. Der ehemalige „Bundesfahrtenführer“ der „Wiking-Jugend“ und späterer

Anführer eines weiteren völkischen Jugendbundes „Sturmvogel“ gilt als stramm geschulter und strategischer Kopf der „völkischen Szene“. HBgR-Sprecher Christian Sommer sagt: „Die Identitäre Bewegung kann offenbar personell und infrastrukturell auf alte völkisch-neonazistische Strukturen wie die der HDJ oder der Wiking-Jugend zurückgreifen. Diese Bande und Seilschaften machen die „IB“ zu einer Gruppe mit gefährlichem Organisationsgrad."

Hamburger Bündnis gegen Rechts

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